Jean Ilunga
übersichtPersönlichkeitsprofil
Der abgebrühte Veteran des ewigen Dschungels
Biographie
Name: Jean Ilunga
Geburtsdatum: 1. Mai
Herkunft: Lubumbashi, Demokratische Republik Kongo
Alter: 57 Jahre
Team: #0035 | Rainforest Rovers
Sprachen: Französisch | Englisch
Spitzname: "Survivant"
Hauptattribut: Überleben (SUR)
Kindheit und Jugend
Jean Ilunga wurde am 1. Mai in Lubumbashi, der zweitgrössten Stadt der Demokratischen Republik Kongo, geboren. Die Stadt lebt vom Kupferbergbau. Sein Vater arbeitete in den Minen, seine Mutter verkaufte Maniok auf dem Markt. Jean wuchs als Einzelkind auf und lernte früh, sich selbst zu beschäftigen.
Mit acht Jahren baute er Fallen für Ratten und kleine Vögel. Seine Mutter brauchte das Fleisch. Er streifte durch die roten Hügel rund um die Stadt und lernte, welche Pflanzen essbar waren. Mit zehn Jahren geriet er in einen Wolkenbruch. Die Senke füllte sich binnen Minuten. Jean griff nach einem treibenden Ast und zog sich heraus. Die Nachbarn nannten ihn "le petit survivant".
Mit zwölf starb sein Vater an Staublunge. Jean half seiner Mutter auf dem Markt. Er trug Säcke, schlachtete Hühner und lernte zu verhandeln. In Lubumbashi hielt man durch – oder man ging unter. Jean hielt durch.
Jugendjahre und Ausbildung
Mit fünfzehn begann Jean, auf eigene Faust zu handeln. Er kaufte alte Fahrradteile, reparierte sie und verkaufte sie weiter. Mit achtzehn meldete er sich bei der Armee. Die Demokratische Republik Kongo war nie wirklich friedlich. Jean lernte dort, mit Waffen umzugehen und Befehle zu befolgen.
Mit 21 wurde seine Einheit in die Provinz Katanga geschickt. Das Land war instabil. Jean sah Kämpfe, die nicht in den Nachrichten auftauchten. Er lernte, dass das Training nicht dasselbe war wie das Überleben im Busch. Die anderen Soldaten verliessen sich auf ihre Ausrüstung. Jean hingegen verliess sich auf seine Instinkte. Wenn das Wasser knapp wurde, fand er Bäche. Wenn die Rationen knapp wurden, legte er Schlingen.
Mit fünfundzwanzig verliess Jean die Armee. Er hatte genug von schlechten Befehlen und toten Kameraden. Er arbeitete als Jäger und Führer im Maï-Ndombe-Nationalpark. Touristen zahlten gut für Trekkingtouren. Jean kannte den Dschungel besser als jeder andere.
Der Weg zum Söldner
Mit achtunddreissig Jahren führte er eine Gruppe Geologen zu einem abgelegenen Kupfervorkommen. Am dritten Tag gerieten sie in eine bewaffnete Gruppe. Jean erkannte sofort, dass Kämpfen sinnlos war. Er nahm die Geologen mit und verschwand im Wald. Drei Tage lang bewegten sie sich nachts und lebten von dem, was Jean fand. Als sie eine Stadt erreichten, waren alle am Leben.
Ein ehemaliger Offizier in der Gruppe bot Jean Arbeit an. Er rekrutierte für eine Söldnertruppe, die Minenkonvois schützte. Jean war vierzig, als er zusagte. Er lernte, mit modernen Waffen umzugehen, und kämpfte in den Konflikten, die das Land zerrissen. Er war kein Elitesoldat, aber er überlebte, während andere starben. Seine Rolle war klar: am Leben bleiben und andere am Leben halten.
Im Laufe der Jahre wechselte Jean mehrmals den Arbeitgeber. Er arbeitete für Minenfirmen, Sicherheitsunternehmen und private Auftraggeber. Manche Einsätze verliefen ruhig, andere endeten blutig. Jean verlor Kollegen und sammelte Narben. Mit fünfzig begann er, jüngere Söldner auszubilden. Er zeigte ihnen, wie man Wasser filtert, Feuer ohne Streichhölzer macht und drei Tage ohne Essen durchhält. Die Jungen nannten ihn "Survivant".
Aktuelles Leben
Heute ist Jean siebenundfünfzig Jahre alt. Sein Körper trägt Narben von Schüssen, Messern und Tierkrallen. Er arbeitet für wechselnde Auftraggeber in den Grenzregionen. Manchmal kämpft er, öfter lehrt er jüngere Söldner, wie man überlebt. Er zeigt ihnen, wie man Wunden versorgt, essbare Pflanzen erkennt und sich im Dschungel zurechtfindet.
Jedes Jahr denkt Jean über Ruhestand nach. Er könnte nach Lubumbashi zurückkehren, ein kleines Haus kaufen und seine Tage auf dem Markt verbringen. Doch nach zwei Wochen Ruhe wird ihm langweilig. Die Stadt fühlt sich zu eng an. Er nimmt den nächsten Anruf an, packt sein Gewehr und kehrt in den Busch zurück. Dort fühlt er sich lebendig.
Jean hat keine Familie mehr. Seine Mutter starb vor zehn Jahren. Er hat nie geheiratet und keine Kinder bekommen. Die Wildnis ist sein Zuhause. Solange er atmet, kämpft er weiter.
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