Abilio Langa
übersichtPersönlichkeitsprofil
Der unerschütterliche Wellenbrecher der Küste
Biographie
Name: Abilio Langa
Geburtsdatum: 7. August
Herkunft: Beira, Mosambik
Alter: 33 Jahre
Team: #0037 | Zambezi Zephyrs
Sprachen: Portugiesisch | Englisch
Spitzname: "Mangrove"
Hauptattribut: Trefferpunkte (HP)
Kindheit und Jugend
Abilio Langa wurde am 7. August in Beira geboren. Die Hafenstadt an Mosambiks Küste lebt vom Meer. Sein Vater baute Boote für Fischer und seine Mutter verkaufte Obst auf dem Markt. Abilio war das dritte von fünf Kindern. Das Haus war eng, das Geld knapp, aber die Familie hielt zusammen.
Abilio wuchs zwischen Netzen, Booten und dem salzigen Geruch des Meeres auf. Schon mit sechs Jahren sprang er von den Stegen ins Wasser. Er kletterte auf Palmen, rannte barfuss über heissen Sand und half seinem Vater beim Plankenbiegen. Sein Körper hielt mehr aus, als man es von einem Kind erwarten würde.
Mit zehn bekam er sein erstes Tattoo. Ein alter Fischer stach ihm ein Motiv in Form eines Fisches in die Haut. Abilio verzog keine Miene. Die anderen Kinder starrten, aber er lachte nur. Von da an wurde es zur Gewohnheit. Jede Narbe, jeder Sturz bekam ein Zeichen. Seine Haut erzählte Geschichten.
Jugendjahre und Ausbildung
Mit vierzehn half Abilio regelmässig am Hafen. Er trug Werkzeuge, reparierte Taue und lernte von den Bootsarbeitern. Er liebte die körperliche Arbeit. Je härter, desto besser. Sein Körper wuchs und seine Ausdauer schien grenzenlos zu sein. Nach der Schule spielte er Fussball am Strand oder schwamm bis zum Sonnenuntergang.
An einer privaten Abendschule des Instituto Industrial e Comercial de Beira lernte er Englisch. Seine Eltern sparten für die Gebühren, denn sie wussten, dass Sprachen Möglichkeiten eröffnen. Abilio lernte schnell. Mit siebzehn begann er, in den Hafenkneipen zu kellnern. Er plauderte mit Seeleuten, Händlern und Schmugglern.
Eines Abends geriet er in eine Schlägerei. Ein Betrunkener hatte seine Schwester beleidigt. Abilio kassierte Schläge ins Gesicht, lachte und schlug zurück. Der Mann ging zu Boden. Danach bestellte Abilio eine Runde Bier für alle. Inzwischen bedeckten seine Tätowierungen Brust, Arme und Wangen. Die Leute erkannten ihn von weitem.
Der Weg zum Söldner
Mit fünfundzwanzig hatte Abilio bereits verschiedene Jobs hinter sich. Er hatte als Fischer gearbeitet, Boote repariert und als Türsteher ausgeholfen. Aber nichts davon füllte ihn aus. Eines Tages traf er einen alten Schulfreund, der für eine Gruppe arbeitete, die lokale Fischer vor illegalen ausländischen Fangflotten schützte. Es handelte sich nicht um eine offizielle Gruppe, sondern um eine raue Bande.
Der Freund bot Abilio einen Job an. Ihr erster Auftrag war es, einen Streit um Fanggebiete zwischen lokalen Fischern und einer philippinischen Crew zu schlichten. Abilio stellte sich zwischen die Gruppen, steckte Schläge ein und schlug zurück, bis beide Seiten nachgaben. Die Bezahlung war mager, aber der Nervenkitzel stimmte.
Mit achtundzwanzig hörte er von Gruppen, die entlang der Küste und in den Mangrovenwäldern operierten. Sie begleiteten Transporte, sicherten Schmuggelrouten und regelten territoriale Konflikte zwischen Händlern. Abilio schloss sich einer dieser Gruppen an. Bei einem Auftrag im Mangrovengebiet geriet er in einen Hinterhalt. Seine Gegner schlugen auf ihn ein, doch er blieb stehen. Er bewegte sich zwischen den Wurzeln, als wäre er mit dem Sumpf verwachsen. Seine Kollegen begannen, ihn mit den Mangroven zu vergleichen. Die Bäume stehen im Salzwasser, halten jedem Sturm stand und brechen nicht. Der Vergleich setzte sich durch und wurde zu seinem Rufnamen.
Aktuelles Leben
Mit dreiunddreissig Jahren arbeitet Abilio Langa entlang der mosambikanischen Küste. Er sichert Transportrouten für Händler, die keine Fragen stellen. Er regelt Streitigkeiten zwischen rivalisierenden Gruppen. Manchmal dringt er in die Mangrovenwälder ein, um Waren zurückzuholen.
Abilio lebt im Hier und Jetzt. Nach jedem Auftrag feiert er mit Bier oder Tanz. Aber wenn es ernst wird, schaltet er um. Seine Kunden schätzen ihn für seine körperliche Zähigkeit und Zuverlässigkeit. Dank seines Englischs kann er internationale Auftraggeber gewinnen.
Er wohnt in einer geräumigen Wohnung in einem besseren Viertel von Beira. Er verdient gut, aber der Kontakt zu seiner Familie ist dünn geworden. Seine Mutter schreibt ihm manchmal. Sein Vater fragt nicht mehr, wann er wieder Boote baut. Für Abilio ist jeder Tag eine Gelegenheit. Solange er steht, ist er im Spiel.
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